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Offene Daten in Leipzig? Fehlanzeige!

Ein Seminar zum Thema Datenjournalismus, und das in Leipzig – einer der wenigen Städte Deutschlands, die eine eigene Datenschnittstelle anbieten. Da freut sich der Datenjournalist, denn über so eine Schnittstelle – API genannt – könnte man automatisierte Abfragen zu den statistischen Daten der Stadt stellen.

Screenshot der Seite zur API Leipzig

Offene Daten Leipzig? Fehlanzeige!

Was Leipzig mit seiner Schnittstelle API.LEIPZIG bietet, ist also eigentlich zukunftsweisend und vorbildlich hinsichtlich Transparenz in der Verwaltung. Allerdings muss man sich, wenn man ein solches Konzept umsetzen möchte, auch von einigen alten Prinzipien freimachen – etwa dem, dass man immer alles Kontrollieren muss.

In sofern hat die API.LEIPZIG das Prinzip der Offenen Daten allerdings nicht ganz verstanden. Denn nach der Registrierung muss der Zugang erst freigeschaltet werden – um die Emailadresse identifizieren zu können, wie uns ein Vertreter der Stadt erklärte (also offenbar aus Sicherheitsbedenken). Warum man dann nicht einfach den Zugangscode automatisiert an eine Email verschickt (und so die gleiche Email-Verifizierung herzustellen), ist uns allen nicht ganz klar.

Nun haben wir die Anfrage vor Tagen schon gestellt, und es gab zwei nette Emails von einem zuständigen städtischen Projektleiter und dem Ansprechpartner der realisierenden Agentur, aber in der Sache sind wir leider nicht weitergekommen. “Ich hoffe, dass die Administratoren schnell Zeit finden zu reagieren”, hieß es nur.

Heute stellen wir unsere Bemühungen hinsichtlich der ach so tollen API.LEIPZIG ein und telefonieren nun klassisch den für uns relevanten Daten bei den zuständigen Ämtern hinterher. Open Data ist ein tolles Konzept, aber wer es sich so verbaut wie bei der Entwicklung dieses Systems, der hat das Konzept nicht ganz verstanden.