JUGEND VON HEUTE #undallesoyeah

#allesnochoffen

“Yolbe” ist auf dem besten Weg das Jugendwort des Jahres 2013 zu werden: “You only live bis Elternsprechtag”. Es wird wohl nicht das einzige “Jungwort” in den nächsten Tagen bleiben, wenn in Leipzig 14 Stipendiaten der Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung — junge Journalisten zwischen 22 und 26 Jahren — ihre ersten Schritte in der Datenvisualisierung unternehmen, sich durch Statistiken und Tabellen wühlen und Leute treffen, die mitten in dieser Phase stecken, die sich Jugend nennt.

“Die Jugend” gibt es nicht, klar. Aber es gibt dieses Konglomerat aus Träumen und Selbstzweifeln, Revolten und Rivalitäten, Abgrenzung (von zu Hause) und Anbindung (an Freunde), diese seltsame Zeit der Langeweile und der Abenteuer.

Daten und Zahlen zur “Jugend” gibt es reichlich. Aber schon bei der Definition der Altersspanne fängt das Chaos an: Während die UNO alle 15- bis 25-Jährigen zur Jugend zählt, bezieht die Shell Jugendstudie sogar alle 12- bis 25-Jährigen ein. Das deutsche Sozialgesetzbuch (SGB VIII) definiert Jugendliche dagegen als “Menschen zwischen 14 bis 17 Jahren” (§ 7 Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII), zu den  jungen Menschen zählt das Gesetz dann aber auch Jüngere (ab 12) und Ältere (bis 27). Professor Dr. Bernhard Lindner, langjähriger Jugendforscher und Mitarbeiter am Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, hat im vergangenen Jahr eine Ausstellung zum Thema “Mit 17 hat man noch Träume…?” konzipiert und war heute Gast in unserem Seminar. Er hat Jugend als die Zeit definiert, die zwischen dem Ablösungsprozess vom Elternhaus und der finanziellen, emotionalen Unabhängigkeit eines Menschen liege. In der heutigen “Generation Praktikum” trete die Unabhängigkeit oft erst mit 28 Jahren oder später ein. Jugend beginne früher und dauere länger als je zuvor.

Das wissen wir jetzt. Alles andere gilt es, in den nächsten Tagen zu recherchieren. Und: einen Titel für dieses Magazin zu finden.

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